Fallbeispiele

CASE STUDY Logistikoptimierung

Branche
Lebensmittelindustrie
Projektzeitraum
April 2018 – Juni 2018
Ort
Burgenland, Österreich
Beteiligte Berater
2
Herausforderung

Das Unternehmen produziert als Backwarenspezialist verschiedenste Gebäcksorten, Snacks und diätetische Produkte. Laufende Produktinnovationen tragen dazu bei, die Kunden immer wieder aufs Neue zu begeistern und Marktanteile zu sichern.

Die Tiefkühlung der zu 80% vorgebackenen Proudkte gewährleistet eine 100%ige Frische. Von der Backstube geht es direkt in den Froster. Die Backwaren werden zum optimalen Zeitpunkt und im besten Zustand eingefroren.

Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Prozessoptimierung entlang der logistischen Kette - in maximal drei Monaten.

Strategie

Analyse der Schnittstellen zwischen Lager und Produktion durch eine Potenzialanalyse mittels Multimomentaufnahme in allen Schichten

Die Aufgabenstellung wurde erweitert, indem nicht nur im Untersuchungszeitraum unmittelbar aufgetretene Potenziale sondern auch weitere Schwachstellen aufgezeigt werden sollen. Dazu kommen weitere REFA-Tools zum Einsatz.

Durch die Erweiterung der Aufgabenstellung konnten nun nicht nur die „hard facts“ (z.B. Daten zur Durchlaufzeit oder zum Umschlag) sondern auch die „soft skills“ betrachtet werden.

Um alle Probleme zu erfassen ist eine Analyse über alle drei Schichten über mindestens 5 Arbeitstage notwendig.

1. Abteilungen erfassen

  • Produktion (4 Backstraßen inkl. Verpackungsraum und alle anwesenden Servicekräfte aus Instandhaltung, EDV etc.)
  • Abräumer, Kommissionierer und Lkw-Fahrer
  • Alle technischen Einrichtungen, die notwendig sind, z.B. Abräumstation 1 – 4 oder Einzelaggregate der Backstraßen
Logistikoptimierung

Die Analyse wird als Multimomentanalyse gestaltet - mit zwei REFA-Beratern je Schicht.

Nach der Analyse erfolt die Auswertung der Daten und die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, um die Problemstellen in den Arbeitsbereichen und an den Schnittstellen aufzuzeigen und anzugehen.

2. Zeitliche Ablauffolge

Am ersten Beratungstag

  • Kick-Off mit den Führungskräften, dem Betriebsrat und Arbeitnehmervertretern
  • Kick-Off mit den Schichten – bei Schichtübergabe und separat für die Nachtschicht, damit alle Mitarbeiter dasselbe Wissen über das Projekt erhalten

Einrichten der Multimomentanalyse (MMA) durch zwei REFA-Berater in der Frühschicht

  • REFA-Berater 1: Produktion inkl. der Schnittstellenkräfte und Maschinen
  • REFA-Berater 2: Abräumer und Kommissionierung inkl. der Schnittstellenkräfte und Maschinen

Start der MMA spätestens mit der Mittagsschicht - durchlaufend für den Rest der Woche.

Auswertung der Daten und Erstellung des Maßnahmenkatalogs.

Abschlussgespräch und Festlegung des weiteren Vorgehens.

Ergebnis

Die in der Analyse festgestellten vielen kleinen einzelnen Schwierigkeiten sind nicht das Hauptproblem des Unternehmens. Vielmehr ist es das Zusammenwirken der einzelnen Schwierigkeiten zu einem Problemkomplex.

Die Lösungsansätze einiger weniger Einzelmaßnahmen bringen zwar an entsprechenden Stellen einen positiven Effekt – aber Engpässe an anderen Stellen machen den Prozess insgesamt nicht effektiver.

Die Effektivität und die Effizienz des Unternehmens können nachhaltig nur mit einem generellen Umdenken verbessert werden. Dazu müssen erst einmal

  • Strukturen verändert,
  • Aufgaben umverteilt,
  • Maschinen und Anlagen auf einen arbeitsfähigen Stand gebracht und
  • Arbeitspersonal zum Einbringen ihrer Ideen und Vorschläge motiviert werden.

REFA in Austria arbeitet zur Zeit an der Umsetzung.

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