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Case Study Potenzialanalyse bei der Vormontage von Windkraftgeneratoren

Case Study Vormontage Windkrafträder

Projektzeitraum: März 2017 – April 2017
Niederösterreich
Beteiligte Berater: 2

Projektziel

REFA in Austria erhielt einen Auftrag zur Durchführung von Ablaufstudien bei der Vormontage von Windgeneratoren. Ziel des Projektes war die visuelle (Video) und zeitliche (langdauernde Zeitaufnahme) Erfassung der einzelnen Schritte in der Vormontage.

Der Beratungsauftrag umfasste die Analyse der Vormontage von Maschinenhaus, Rotornabe und Generator. Dagegen war die Analyse der Baustelleneinrichtung nicht Betsandteil des Auftrages.


Vorgehensweise

Während der Ablaufstudie wurden die Monteure über den gesamten Arbeitstag begleitet.

Die Dokumentation der Analyseergebnisse erfolgte auf zwei Medien:

  • Eine Datenbank mit allen Messwerten und Pivot-Tabellen sowie ersten Auswertungen
  • Videosequenzen zur anschaulichen Darstellung einzelner Bearbeitungsschritte für Analyse- und Schulungszwecke.

Alle Analyseergebnisse wurden dem Auftraggeber in einem geeigneten Datenformat übergeben. So stehen ihm für weitere Analysen z.B. Excel-Tabellen zur Verfügung.

Eine weitere Liste enthält die im Rahmen der Ablaufstudien beobachteten Auffälligkeiten / Potenziale.


Ergebnisse

Die Erhebung wurde über einen Zeitraum von insgesamt 1260 Stunden durchgeführt. Exemplarisch zeigt Bild 1 daraus einen Ausschnitt mit der Verteilung der Zeiten.
 

diagramm zeitanteile windkraftanlagen
Bild 1: Zeitanteile bei der Vormontage Windkraftanlagen
diagramm wertschoepfungsanteile windkraftanlagen

Bild 2: Wertschöpfungsanteile bei der Vormontage Windkraftanlagen

Bild 2 stellt die Anteile der Wertschöpfung bei den untersuchten Tätigkeiten dar. Unbezahlte Pausenzeiten sind dabei bereits abgezogen.


Die Ablaufstudie ergab, dass in 80 % der Zeit (Bild 3, außer Pausen) planmäßige Aufgaben durchgeführt werden. Als „bedingt wertschöpfend“ gehört hierzu auch das „Holen und Wegbringen von Kleinmaterial und Werkzeugen“. Die restlichen 20 % weisen das Optimierungspotenzial aus, insbesondere die „sachlich bedingten Unterbrechungen“ mit ca. 14 %.

diagramm optimierungspotenzial windkraftanlagen

Bild 3: Bei der Vormontage von Windkraftgeneratoren besteht ein zeitliches Optimierungspotenzial von ca. 20 %


Wertschöpfend:
Alle Aufgaben, die direkt der Aufgabenerfüllung dienen – REFA-Zeitart tMH

Bedingt wertschöpfend:
Alle Aufgaben die indirekt der Aufgabenerfüllung dienen – REFA-Zeitart tMN

Nicht wertschöpfend (Verschwendung):
Alle Aufgaben, die nicht zur Aufgabenerfüllung beitragen:

  • planmäßige Zeiten: Wartezeiten (tMA)
  • unplanmäßige Zeiten: Nacharbeiten(tMZ), sachliche Störungen (tMS), persönliche Unterbrechungen (tMP), längerfristige Unterbrechungen > 15 min. (F), Nicht zu verwendende Zeiten (N)
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